WestfalenAkademie

WestfalenAkademie
– Seminare für Vereine und Gemeinnützige

Die mehr als 600.000 Vereine in Deutschland sind Ausdruck von individueller Verantwortungsübernahme und Eigeninitiative. Sie sind ein aktives Element der Zivilgesellschaft vor Ort und stärken das Gemeinwesen. Die Anforderungen an die ehrenamtlich Engagierten steigen und obwohl das Engagement auf Freiwilligkeit und dem Einsatz privater Zeit basiert, sehen sich die Aktiven immer neuen Herausforderungen gegenübergestellt. Neben der Projektarbeit in den Vereinen kommen sperrige allgemeine und organisatorische Themen (DSGVO u.a.) in den Blick und erschweren die Arbeit von Vorständen und Verantwortlichen.

In Kooperation mit der Landesarbeitsgemeinschaft der Freiwilligenagenturen (lagfa NRW e.V.) und dem Westfälischen Heimatbund (WHB) organisiert die Stiftung Westfalen-Initiative deshalb eine weitgehend kostenfreie Seminarreihe, durch die die praktische Vereinsarbeit erleichtert werden soll.

Unter „Programm“ finden Sie alle Details zur Seminarreihe.

Der WHB ist Dachverband von circa 570 Heimat- und Bürgervereinen sowie rund 700 ehrenamtlichen Kreis-, Stadt- und Ortsheimatspflegern in Westfalen. Als Serviceeinrichtung und Sprachrohr unterstützt und vertritt er die Belange von etwa 130.000 heimatverbundenen Menschen in Westfalen. Der WHB bietet seinen Mitgliedern ein breites Portfolio an Beratungs- und Serviceleistungen. Er kooperiert mit unterschiedlichen Akteuren aus Gesellschaft, Kultur, Wirtschaft und Wissenschaft, regional wie überregional. Die Kooperationspartner betreuen in ihren Organisationen jeweils eine Vielzahl von Mitgliedskörperschaften gleicher Art, denen sie u.a. auch Fortbildungen anbieten. Daneben bestehen zahlreiche ehrenamtliche Organisationen, die nicht in einem solchen „Dachverband“ organisiert sind. Alle Akteure sollen gleichwohl dieses Fortbildungsangebot nutzen können. Daher beabsichtigen die Vertragsparteien das Bildungsangebot dauerhaft und strukturiert trägerübergreifend anzubieten und für die Teilnehmer kostenfrei zu gestalten.

Foto: Greta Schüttemeyer/WHB

„Freiwilliges Engagement ist gelebte Demokratie. Tagtäglich setzen sich bürgerschaftlich Engagierte auf vielfältige Weise für das Gemeinwohl ein. Mit der WestfalenAkademie möchten wir Akteurinnen und Akteure in ihrem gesellschaftsrelevanten Tun wertschätzen und unterstützen. Dabei setzen wir bewusst darauf, Kompetenzen Engagement übergreifend zu fördern.“
Dr. Silke Eilers, Geschäftsführerin WHB

Die lagfa NRW e. V. ist ein verbandsübergreifendes Fachforum für Freiwilligenarbeit, in dem Freiwilligenagenturen mit ihrer vielfältigen Träger- und Organisationsstruktur vertreten sind. Die lagfa NRW e. V. berät und begleitet die jeweiligen Agenturen vor Ort anhand NRW-spezifischer Mindeststandards, ermöglicht regelmäßigen Fachaustausch und bietet den Mitarbeiter*innen der Agenturen Fortbildungsangebote. Zudem unterstützt und vernetzt sie die Freiwilligenagenturen auf Landesebene. Durch ihre Arbeit trägt die lagfa NRW e. V. dazu bei, dass die Freiwilligenagenturen als lokale Infrastruktur zur Förderung des bürgerschaftlichen Engagements ihre Rolle bei der Stärkung und Entwicklung einer aktiven Zivilgesellschaft wahrnehmen können.

Foto:

„Engagement findet zumeist vor Ort statt. Engagierte unterstützen in ihrer Freizeit einen Verein, setzen sich für ein Thema ein und gestalten das Miteinander. Dabei sehen sie sich häufig mit rechtlichen und bürokratischen Herausforderungen konfrontiert. Hier setzt die WestfalenAkademie an und stärkt mit einem niederschwelligen, fachlich hochwertigen und praxisorientierten Angebot das bürgerschaftliche Engagement.“
Stephanie Krause, Vorsitzende lagfa NRW e.V.

WestfalenAkademie
– Drei Gründer und ein gemeinsames Ziel

Die Bereitschaft sich aktiv für das Gemeinwohl einzubringen, ist seit Jahren sehr hoch, wie Erhebungen – so zum Beispiel der ZiviZ-Survey – immer wieder belegen. Wie kann dieses Engagement angemessen gefördert und honoriert werden? Diese Frage haben sich auch die Gründer der „WestfalenAkademie“ gestellt. Für die Vorsitzenden der Stiftung Westfalen-Initiative, Dr. Hans Moormann, des Westfälischen Heimatbundes e. V. (WHB), Matthias Löb und der Landesarbeitsgemeinschaft der Freiwilligenagenturen in Nordrhein-Westfalen e. V. (lagfa NRW e.V.), Stephanie Krause liegt die Antwort in der Bereitstellung eines trägerübergreifenden, allen offenstehenden und möglichst kostenfreien Seminarangebots für Engagierte in Westfalen und Nordrhein.

Das Kooperationsprojekt:
Das bereits im Herbst 2020 angelaufene Kooperationsprojekt „WestfalenAkademie“ der Stiftung Westfalen-Initiative, der lagfa NRW und des WHB wurde mit der Vertragsunterzeichnung der Kooperationspartner am 7. September in Münster besiegelt. In der „WestfalenAkademie“ können Aktive Schlüsselqualifikationen erwerben, um in Feldern wie dem Zivil- und Steuerrecht, dem Rechnungswesen oder auch dem Freiwilligenmanagement auf dem Sachstand zu sein. Weitere Themen aus dem Geschäftsalltag von Vereinen und anderen Gemeinnützigen wie z.B. Öffentlichkeitsarbeit, Fundraising etc. vervollständigen das Angebot.

Das Ziel der Partnerschaft:
Die Kooperationspartner möchten Engagierten einerseits damit etwas zurückgeben und sie andererseits für ihren Einsatz rüsten. Denn bürgerschaftliches Engagement spielt eine prägende Rolle in unserer Gesellschaft. Es stiftet Zusammenhalt in Gemeinden und Vereinigungen, es fördert den Austausch zwischen Bürgerinnen und Bürgern untereinander, aber auch mit der Politik, es gestaltet das Leben in unserer nahen Umgebung. Dazu ermöglicht freiwilliges Engagement Freizeiterholung durch Sport und Kultur, es unterstützt den Schutz unserer Umwelt und macht sich stark für Schutzbedürftige. Allein im Jahr 2021 konnten bei 17 Veranstaltungen über 1300 Personen erreicht werden, während in der Pilotphase 2020 bereits ca. 700 Engagierte teilgenommen hatten.

Die Kooperationspartner eint ihr großer Respekt vor den Leistungen der Zivilgesellschaft und dem hohen Einsatz der solidarisch engagierten Bürgerinnen und Bürger: „Wir sind nicht diejenigen, die Bedarfe ermitteln, oder Menschen überzeugen möchten, sich in diesem oder jenem Feld zu engagieren. Wir müssen einfach nur erkennen, dass sich freiwilliges Engagement wie eine Pflanze verhält, die sich selbst wieder aussäht. Uns kommt es zu, unsere kostbarste Pflanze in Ihrem Wachstum zu unterstützen. Mit der WestfalenAkademie haben wir sozusagen eine Gießkanne bereitgestellt. Der Rest kommt von allein.“